Ube
Was ist Ube? Die violette lila Yam aus den Philippinen
Leuchtend violett, mild süsslich und gerade überall: hier erfährst du, was Ube ist, wie es schmeckt und wie du es verwendest.
Du hast die violetten Lattes, Donuts und Eiscremes längst auf Instagram und TikTok gesehen: Ube ist der Foodtrend, der von Manila über Los Angeles bis nach Zürich schwappt. Die kräftige, fast unwirklich lila Farbe macht ihn unverwechselbar, der mild-süssliche Geschmack macht ihn beliebt. Doch was genau ist Ube eigentlich, woher kommt es, wie schmeckt es und wie verwendest du es? In diesem ausführlichen Guide bekommst du alle Antworten, plus Tipps, worauf du beim Kauf achten solltest.
Was ist Ube? Die lila Yam-Knolle erklärt
Ube (gesprochen „uu-be") ist eine violette Yam-Knolle mit dem botanischen Namen Dioscorea alata, auch „Greater Yam" oder „Wasser-Yam" genannt. Sie wächst vor allem in den tropischen Regionen Südostasiens und ist in den Philippinen ein kulinarisches Wahrzeichen mit jahrhundertealter Tradition. Anders als die orange Süsskartoffel ist Ube im Inneren tief violett gefärbt, von Natur aus.
In der philippinischen Küche ist Ube allgegenwärtig: in Eiscreme (das berühmte „Ube Ice Cream"), in Kuchen und Rollkuchen, in Mochi und vor allem im traditionellen Ube Halaya, einer süssen, cremigen Konfitüre, die zu Feiertagen und Festen serviert wird. Für den Export und die einfache Verwendung zu Hause wird die Knolle gegart, schonend getrocknet und fein zu Pulver vermahlen. So lässt sich Ube unkompliziert in Getränke, Teige und Cremes einrühren, ohne dass du frische Knollen schälen und kochen musst.
Ube oder Taro? Der häufigste Irrtum
Ube wird im Westen oft mit Taro verwechselt, doch das sind zwei völlig verschiedene Pflanzen. Ube (Dioscorea alata) ist eine Yam-Knolle und von Natur aus kräftig violett und deutlich süsslich. Taro (Colocasia esculenta) dagegen ist im Inneren eher weiss bis blass-lila gesprenkelt und schmeckt milder, leicht nussig und weniger süss. Die viele „Taro-Lattes", die man in Bubble-Tea-Shops findet, beziehen ihre lila Farbe oft erst aus Farbstoffen, während echtes Ube von Natur aus färbt. Wenn du das satte, leuchtende Violett suchst, ist Ube die richtige Wahl.
Wie schmeckt Ube?
Ube schmeckt mild süsslich, mit einer vanillig-nussigen und leicht erdigen Note. Viele beschreiben das Aroma als eine Mischung aus Vanille, Pistazie, Kokos und süsser Kartoffel, weich, rund und angenehm dezent. Im Gegensatz zu Matcha, der herb und grasig sein kann, ist Ube nicht bitter, sondern dessertartig. Genau deshalb funktioniert es so gut in süssen Anwendungen und harmoniert besonders mit Kokos, Vanille, weisser Schokolade und cremiger Milch. Wer einen Latte mag, der eher nach Dessert als nach Tee schmeckt, wird Ube lieben.
Woher kommt die violette Farbe?
Die spektakuläre Farbe ist kein Trick. Sie stammt von natürlichen Pflanzenfarbstoffen, den Anthocyanen, in der Knolle, denselben Antioxidantien, die auch Blaubeeren, Holunder und Rotkohl ihre tiefe Farbe geben. Gutes Ube-Pulver braucht also keinerlei künstliche Farbstoffe. Sobald das Pulver auf warme Milch trifft, entfaltet sich das satte Lila, das jeden Latte und jedes Dessert zum Hingucker macht.
Das ist auch ein wichtiges Qualitätsmerkmal: Wenn ein Produkt unnatürlich neon leuchtet oder die Zutatenliste künstliche Farbstoffe ausweist, ist Vorsicht geboten. Echtes, hochwertiges Ube färbt von allein, in einem warmen, natürlichen Violett, nicht in grellem Kunstlila.
Ist Ube gesund? Nährwerte im Überblick
Als Wurzelgemüse bringt Ube von Natur aus einige interessante Eigenschaften mit. Die Anthocyane, die für die Farbe sorgen, sind antioxidativ wirksame Pflanzenstoffe. Ube enthält ausserdem komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe, die länger sättigen, sowie kleinere Mengen an Vitamin C, Kalium und weiteren Mineralstoffen. Als Pulver wird Ube in kleinen Mengen verwendet (1 bis 2 Teelöffel pro Portion), es ist also weniger ein „Superfood-Wundermittel" als eine geschmacklich spannende, natürliche Zutat. Wichtig: Ube ist von Natur aus vegan und enthält kein Gluten, sofern es pur und ohne Zusätze verarbeitet wird.
Enthält Ube Koffein?
Nein. Ube ist ein Wurzelgemüse und von Natur aus koffeinfrei. Das macht es zur idealen Alternative für den Nachmittag, den Abend oder für alle, die bewusst auf Koffein verzichten möchten. Hier liegt ein grosser Unterschied zu Matcha, der mit rund 60 bis 70 mg Koffein pro Tasse durchaus wach macht. Wer den Lifestyle von Matcha liebt, die schönen Lattes, das bewusste Ritual, aber eine süssere und koffeinfreie Option sucht, findet in Ube den perfekten Begleiter. Mehr zum Thema liest du in unserem Beitrag Koffein im Matcha: Wirkung und Vergleich.
Wie verwende ich Ube Pulver?
Ube ist erstaunlich vielseitig. Die beliebtesten Anwendungen auf einen Blick:
- Ube Latte: der Klassiker. Heiss oder als Iced Latte mit Eiswürfeln, leuchtend violett und cremig.
- Eis und Desserts: Eiscreme, Gelato, Nice Cream, Mochi, Cheesecake, Pralinen und Trüffel.
- Backen: Pancakes, Waffeln, Donuts, Muffins, Cookies und Kuchen, Farbe und Geschmack machen sich besonders gut.
- Smoothies und Porridge: ein Teelöffel sorgt für Farbe und eine süssliche Note.
- Cremes und Frostings: Ube färbt Buttercreme, Frischkäse-Frosting oder Pudding natürlich violett.
Genereller Tipp: Rühre das Pulver immer zuerst mit wenig Flüssigkeit zu einer glatten Paste an, bevor du den Rest dazugibst. So vermeidest du Klümpchen und bekommst eine gleichmässige Farbe.
Ube Latte Rezept (heiss oder iced)
Der Ube Latte ist der einfachste Einstieg und in zwei Minuten gemacht:
- 1 bis 2 TL Ube-Pulver in eine Tasse geben.
- Mit ca. 50 ml heissem Wasser (nicht kochend, ca. 80 °C) zu einer glatten Paste verrühren.
- 150 bis 200 ml aufgeschäumte Milch (Hafer, Kokos oder Kuhmilch) dazugeben.
- Nach Geschmack mit Honig oder Ahornsirup süssen, beim Vanilla Ube oft schon süss genug.
- Für den Iced Ube Latte: Paste mit etwas kalter Milch glatt rühren, über ein Glas mit Eiswürfeln giessen und mit kalter Milch auffüllen.
Besonders schön wird der Latte, wenn du zuerst die Milch ins Glas gibst und das violette Ube langsam darüber, so entsteht der typische Farbverlauf. Weitere Inspiration findest du in unseren Rezepten.
Worauf du beim Ube-Kauf achten solltest
Damit du echtes, gutes Ube bekommst, lohnt ein Blick auf drei Punkte. Erstens die Zutatenliste: Idealerweise steht dort nur Ube (lila Yam), ohne künstliche Farb- oder Zusatzstoffe. Zweitens die Farbe: ein warmes, natürliches Violett statt grellem Neon. Und drittens die Verarbeitung: fein vermahlenes Pulver löst sich besser auf und schmeckt runder. Frisches, luftdicht und lichtgeschützt gelagertes Pulver behält Farbe und Aroma am längsten.
Ube kaufen in der Schweiz
In der Schweiz ist Ube noch eine echte Entdeckung, im klassischen Detailhandel findet man es bisher kaum. Bei Matcharista kannst du Ube Pulver online bestellen und dir schweizweit nach Hause liefern lassen, in 1 bis 3 Werktagen, gratis ab CHF 49. Wir führen zwei Sorten im 50 g Pouch: das pure Ube Pulver (CHF 22) für alle, die den Süssegrad selbst steuern möchten, und das Vanilla Ube (CHF 24) mit echter Vanille, cremig-süsslich und dessertartig. Beide sind 100% natürlich, ohne künstliche Farbstoffe, vegan und koffeinfrei. Alle Produkte findest du im Ube Shop.
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Leuchtend violett, mild süsslich, vielseitig. Pur oder mit Vanille. Gratis Versand ab CHF 49.
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