Rezept

Matcha Sprite: das Rezept für den viralen Sprudel-Drink

Grüner Tee trifft Zitronenlimonade: Der Social-Media-Hit des Sommers klingt verrückt, schmeckt aber richtig gut. So gelingt er ohne Klümpchen und ohne Überschäumen.

Matcha Sprite: kalter Matcha-Drink mit Eiswürfeln im Glas

Erst war es ein TikTok-Experiment, jetzt bestellt man ihn in Cafés von Seoul bis Zürich: Matcha Sprite, also fein angerührter Matcha auf eiskalter Zitronenlimonade. Die Kombination klingt erst mal gewöhnungsbedürftig. Aber wer Zitrone im Grüntee mag, versteht sofort, warum der Drink funktioniert: Die zitrische Süsse der Limonade und die grasige Frische des Matcha ergeben zusammen eine Art Sparkling Green Tea Lemonade, spritzig, erfrischend und deutlich interessanter als pure Limonade.

In diesem Rezept zeigen wir dir, wie du Matcha Sprite in drei Minuten selber machst, warum du das Pulver nie direkt in die Flasche geben solltest und welche Varianten sich lohnen, von Limette über Yuzu bis zur zuckerfreien Version.

Was ist Matcha Sprite?

Matcha Sprite ist ein geschichteter Kaltgetränk-Mix: unten Eiswürfel und Sprite, oben eine Schicht kalt angerührter Matcha. Beim Servieren fliesst das Grün langsam in die klare Limonade, was den Drink so fotogen macht. Erst beim Umrühren vermischen sich die Schichten zum fertigen Geschmack. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Iced Matcha, nur ersetzt die Limonade Milch und Wasser und bringt Kohlensäure, Süsse und Zitrusnote gleich mit.

Zutaten für ein Glas Matcha Sprite

Du brauchst 1 bis 2 Teelöffel Matcha (etwa 2 Gramm), 50 ml kaltes Wasser zum Anrühren, 200 ml gut gekühlte Sprite oder eine andere Zitronenlimonade und ein Glas voller Eiswürfel. Optional kommt ein Spritzer frischer Zitronen- oder Limettensaft dazu, der die Süsse der Limonade schön ausbalanciert.

Zum Anrühren reicht ein Shaker, ein Schraubglas oder der klassische Chasen. Wichtig ist nur, dass der Matcha vollständig gelöst ist, bevor er auf die Limonade trifft.

Matcha Sprite: Schritt für Schritt

Schritt 1: Matcha kalt anrühren. Gib den Matcha mit dem kalten Wasser in einen Shaker oder ein Schraubglas und schüttle kräftig, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind und eine leichte Schaumschicht entsteht. Kalt gelöster Matcha schmeckt in diesem Drink am frischesten.

Schritt 2: Glas vorbereiten. Fülle ein hohes Glas grosszügig mit Eiswürfeln und giesse die eiskalte Sprite langsam ein. Lass oben zwei bis drei Zentimeter Platz für die Matcha-Schicht.

Schritt 3: Schichten. Giesse den angerührten Matcha langsam über die Rückseite eines Löffels auf die Limonade. So legt sich das Grün als Schicht obenauf, statt sofort zu versinken. Wer mag, gibt jetzt noch den Spritzer Zitronen- oder Limettensaft dazu.

Schritt 4: Umrühren und geniessen. Einmal durchrühren, fertig. Der Drink schmeckt am besten sofort, solange die Kohlensäure frisch ist und das Eis den Matcha kalt hält.

Der wichtigste Tipp: nie direkt in die Sprite

Der häufigste Fehler beim Matcha Sprite: das Pulver direkt in die Flasche oder ins volle Glas löffeln. Das geht doppelt schief. Erstens löst sich Matcha in kalter, kohlensäurehaltiger Flüssigkeit schlecht und bildet Klümpchen. Zweitens wirken die feinen Pulverpartikel wie Sprudelkerne für die Kohlensäure, die Limonade schäumt schlagartig über, ein bekannter Effekt aus dem Mentos-Experiment, nur in Grün. Also: Matcha immer separat mit stillem Wasser anrühren und erst dann langsam eingiessen.

Varianten: von Yuzu bis zuckerfrei

Mit Limette und Minze wird der Drink zum alkoholfreien Matcha-Mojito: ein paar Limettenschnitze und Minzblätter mit ins Glas, fertig. Mit Yuzu-Saft oder Yuzu-Sirup gehst du in die japanische Richtung, die Zitrusnote passt hervorragend zu Grüntee. Ohne Zucker funktioniert der Drink mit Sprite Zero oder zuckerfreier Zitronenlimonade genauso gut. Und wer Limonade ganz weglassen will, macht ein Matcha Soda: stark sprudelndes Mineralwasser, ein Spritzer Zitrone, nach Geschmack etwas Honig oder Sirup, dann der angerührte Matcha obendrauf.

Welcher Matcha eignet sich für Matcha Sprite?

Da die Limonade Süsse und Säure mitbringt, braucht es einen Matcha mit klarem, frischem Charakter, der sich durchsetzt, ohne bitter zu werden. Unser Ceremonial Matcha Essential ist dafür ideal: kräftig genug fürs Mixen, aber ohne die grasige Bitterkeit günstiger Culinary-Qualitäten. Wenn du deinen Matcha auch pur oder als Latte trinkst, greifst du zum Signature, der mit seiner milden Süsse beides kann. Woran du generell gute Qualität erkennst, liest du im Guide Matcha-Qualität erkennen.

Wie viel Koffein steckt drin?

Ein Glas mit 1 bis 2 Teelöffeln Matcha bringt etwa 30 bis 60 Milligramm Koffein mit, vergleichbar mit einer halben bis ganzen Tasse Kaffee. Zusammen mit dem im Matcha enthaltenen L-Theanin empfinden viele die Wirkung als angenehm gleichmässig. Mehr dazu findest du im Artikel Matcha Koffein und Wirkung. Für den koffeinfreien Sprudel-Spass am Abend lohnt sich übrigens ein Blick auf die violette Alternative: ein Ube Drink kommt ganz ohne Koffein aus.

Häufige Fragen zum Matcha Sprite

Schmeckt Matcha Sprite wirklich? Ja, die Kombination aus zitrischer Süsse und grüner Frische funktioniert wie Zitrone im Eistee. Am besten einfach einmal mit einem Teelöffel Matcha testen und nach Geschmack steigern.

Welche Limonade eignet sich? Klassisch Sprite, es funktioniert aber jede klare Zitronen- oder Limettenlimonade, auch die Zero-Varianten. Je kälter, desto besser.

Warum klumpt mein Matcha? Weil er direkt in die kalte Limonade gegeben wurde. Immer zuerst separat mit etwas stillem Wasser schütteln oder verrühren, dann eingiessen.

Kann ich den Drink vorbereiten? Die Matcha-Basis kannst du einige Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Limonade und Eis kommen aber erst kurz vor dem Servieren dazu, sonst ist die Kohlensäure weg.

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